Kurzfilm aus dem Genre Science Fiction: "Revival" von Micha B.

Und hier die erste Premiere auf der Filmilf: Revival.

Dass ich das noch erleben darf…! Der Kurzfilm, an dem ich vor knapp zwei Jahren mitgewirkt habe, hat das Licht der Welt erblickt. Verantwortlich zeichnen drei (Ex-)Studenten zu ihrer besten Zeit in Tübingen. Vor der Kamera (gedreht haben wir mit einer JVC) hatten wir in den Hauptrollen drei Schauspieler vom Landestheater Tübingen. An ihren Auftritten gibt es auch nichts zu bemängeln.

Auf der technischen und inhaltlichen Seite kann man Abstriche machen. Eine Schwäche sah ich schon dem Skript an, etwa die sehr langen Dialoge. Andere Schwächen sind erst nach dem Schnitt aufgefallen, da hat halt jeder am Set geschlafen. Wir haben in manchen Szenen fast mehr Übergangsfehler als Schnitte. :-D Das verbuchen wir einfach mal bequem unter „Trash-Einflüssen“…

Revival – Nur ein Kurzfilm… nur ein Mensch…!

Fehler findet man immer. Dieser Kurzfilm ist ein Erstlingswerk, das muss man auch sehen (und man sieht es…). Aber dafür haben wir eine richtige Story, richtige Schauspieler und richtige Musik. Micha B., Theologiestudent mit Passion für Science Fiction, hat in den einschlägigen Filmforen einen verdammt guten Komponisten aufgegabelt, der aus Spaß an der Freude und ganz umsonst die Musik anfertigte. Jay Marsman heißt der Gute. "Kurzfilm aus dem Genre Science Fiction: "Revival" von Micha B." weiterlesen

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(K)ein übles Milieu erwischt – Bewerbung für Drehbuch schwieriger als Drehbücher schreiben?

Jetzt sind wieder knapp zwei Monate vergangen, dass ich einen Artikel hier abgelegt habe. Ich hätte genug Zeit gehabt – aber ich hatte oft keine Lust. Ende Januar habe ich meine Bewerbung für Drehbuch (B.A.) an der HFF Potsdam eingereicht. Bis zum 4. März kann ich noch meine Bewerbung für Drehbuch an der dffb (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin) einreichen. Die haben auch dieses hübsche Filmmuseum am Potsdamer Platz. Heute möchte ich einen Zwischenbericht machen. "(K)ein übles Milieu erwischt – Bewerbung für Drehbuch schwieriger als Drehbücher schreiben?" weiterlesen

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Jahresrückblick 2010, Vorschau auf 2011

Im September habe ich die Filmilf gestartet. Seinen Sermon ins Netz hinauszuschicken, ist eigentlich ganz nett. Obwohl es Spaß macht, bin ich die letzten Wochen nicht mehr dazu gekommen, einen neuen Artikel zu posten.

Meine Artikelreihe über Realität vs. Fiktion steht schockgefroren bei Teil 4. Ich habe gemerkt, dass ich einen anderen Artikel vorziehen muss, damit Teil 5 verständlich wird. Das werde ich machen, eigentlich gar kein Problem. Es war das Übliche. Mal hatte ich keine Zeit oder keine Lust, um den Artikel über die Strukturebenen in der filmischen "Textur" zu schreiben, und deshalb liegen die Teile 5 bis 9 immer noch im Eisfach. Außerdem mag ich Schnee und war öfters mal an der frischen Luft. Soll es geben. Ja, ich bin auch gerade auf dem Sprung!

Was bisher geschah…

Mit meinem Projekt, eine Filmrhetorik zu entwickeln und den möglichen Nutzen vorzustellen, stehe ich noch ganz am Anfang. Inhaltlich (ich bin der einzige Filmrhetorik im Dorf…) wie präsentatorisch (weil ich die Filmilf als Hobby betreibe). Dass ich es bis Ende dieses Jahres nicht schaffen würde, auch nur einen Filmausschnitt oder wenigstens einen Bildzipfel zu analysieren, hätte ich nicht gedacht. Tja!

Trotzdem wurde es mit Marc Vorlander und seiner Ente ganz lustig. Auf http://www.six-shooter.de hat der begeisterte Wanderzirkus schon wieder um die 2.000 Beiträge abgeladen. "Jahresrückblick 2010, Vorschau auf 2011" weiterlesen

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Fünf Kriterien für Glaubwürdigkeit nach Josef Kopperschmidt

Teil 4 – zum Inhaltsverzeichnis der Artikelserie: Realität vs. Fiktion

Wir wissen bereits, dass eine Argumentation für eine Sache ihre Glaubwürdigkeit aus anderen Quellen bezieht. Wir finden eine These glaubwürdig, wenn sie sich nach der Regel „p ist, weil q ist“ auf eine andere These beruft. Was muss für diese These gelten, damit dieser „Glaubwürdigkeitstransfer“ gelingt? Kopperschmidt verwendet diese zum Wahrheitstransfer in der klassischen Logik analogen Bezeichnung nicht; er redet von Geltungsansprüchen. Jede These muss Geltungsansprüche einlösen. Schafft sie dies, wirkt sie auf uns rational überzeugend.

(c) World Economic Forum @ flickr.com

Wohlgemerkt: hier wird in erster Linie nicht mit Emotionen gearbeitet. Die Diskurstheorie baut auf dem Menschen als ein rationales Wesen. Dies ist auch in weltpolitischen Fragen vielleicht nicht in den idealistischen Dimensionen angebracht, in denen Diskurstheoretiker gerne denken und dachten. Kopperschmidt wird in seinem vierten Kriterium die menschlichen „Schwächen“ der Informationsverarbeitung berücksichtigen. Emotionen sind natürlich keine Schwächen, ein Geschwür am Bein der Vernunft. Die Wissenschaft relativiert die traditionelle Vormachtstellung der Rationalität in Rückbesinnung auf den schottischen Philosophen David Hume mehr und mehr.

Schlecht ist: Zu dem tatsächlichen Stellenwert, den Emotionen in der Informationsverarbeitung haben, gibt es aus historischen Gründen lange nicht so viele Arbeiten.

Gut ist: Wir können der Emotionsforschung, auch in der Philosophie, momentan beim Wachsen zusehen. "Fünf Kriterien für Glaubwürdigkeit nach Josef Kopperschmidt" weiterlesen

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Die Kernfragen hinter Wahrheit und Glaubwürdigkeit beantworten

Teil 3 – zum Inhaltsverzeichnis der Artikelserie: Realität vs. Fiktion

Nachdem wir besprochen haben, dass Modelle erklären, Lüge und Fiktion (Teil 2 der Artikelserie) aber auch ganz nett anzuschauen sind, möchten wir uns fragen: Wie werden die zwei Kernfragen hinter Wahrheit und Glaubwürdigkeit beantwortet?

(c) ifraud @ flickr.com

Wahrheit

Wir nehmen standardisierte Messungen vor, tragen empirisch Daten zusammen und stellen allgemeine Aussagen auf. Aber auch diese Methode ist immer an den Diskurs gebunden, in dem wir uns auf Vorannahmen einigen müssen, die nicht weiter hinterfragbar sind.

Von diesen können wir höchstens überzeugt sein. Dass unsere Messmethoden immer wieder sinnvolle Ergebnisse bringen, dass unsere Wahrnehmung immer wieder verlässliche Informationen liefert und wir durch unser nach diesen Informationen ausgerichtetes Handeln nicht auf der Nase landen, muss für unsere Vorannahmen Bestätigung genug sein. "Die Kernfragen hinter Wahrheit und Glaubwürdigkeit beantworten" weiterlesen

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Nachtrag zum Fall Marc Vorlander oder: Erschütterungen erfassen eine Blogosphäre

Jeder mag gern Aufmerksamkeit haben. Ein Marc Vorlander ist keine Ausnahme. Einer meiner Profs wurde nicht müde, die Bedeutung der Aufmerksamkeit im Zeitalter der Medien zu betonen. „Wer schweigt, existiert nicht!“, brüllte er. „Mehr als jemals zuvor müssen Sie darauf Acht geben, dass Sie gehört werden, wenn Sie wohin kommen wollen. Schreien Sie oft, schreien Sie laut, und wenn Sie nur schreien, dass es Sie gibt. Sonst gibt es Sie nicht.“ Er bestritt nicht, dass das auch Vorteile haben könnte.

So funktionieren die Medien tatsächlich. Was regelmäßig ein Signal von sich gibt, das wird mehr beachtet. Das sporadisch gesetzte Signal geht in der Flut unter. Ein positives Signal, ein negatives Signal – das zählt nicht. Aufmerksamkeit kennt nur ein Plus. Man addiert und addiert und irgendwann sammelt sich so viel positiv-negatives Signalplus, dass einfach jemand über einen schreiben muss. Ob er positiv oder negativ über einen schreibt, ist egal. Er schreibt, und damit erhält man auf einer weiteren Ebene Aufmerksamkeit. Das zieht sich vom kleinsten Blog durch bis hoch zu großen Verlagen. Wo Sie das Signal setzen, bestimmt nur, von welchem Umfeld es durchgestellt wird.

Offline wie online ist es dasselbe. Was soll das überhaupt, dass wir noch dazwischen unterscheiden?

Wenn Marc Vorlander Signale sendet: Es gibt Showgirls!

Niemand hat je behaupten wollen, dass es den Film bzw. das „Video Photo Play“ „Showgirls: Exposed“ nicht gebe. Aber dass die Ankündigung eine Ente ist! "Nachtrag zum Fall Marc Vorlander oder: Erschütterungen erfassen eine Blogosphäre" weiterlesen

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Modelle erklären, Lüge und Fiktion verschleiern?

Teil 2 – zum Inhaltsverzeichnis der Artikelserie: Realität vs. Fiktion

Wer argumentiert, kann bemüht sein, eine möglichst der Realität ähnelnde Konstruktion als glaubwürdig vorzuschlagen, oder bewusst eine irreführende Konstruktion lancieren, die reine Fiktion ist.

Oder sollten wir den Begriff der Fiktion lieber für etwas anderes reservieren? Zu leicht würde er nach unserer jetzigen Auslegung mit der Lüge oder dem Trugbild gleichgesetzt werden. "Modelle erklären, Lüge und Fiktion verschleiern?" weiterlesen

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Wahrheit und Glaubwürdigkeit in der Welt – Vereinigung philosophischer und rhetorikwissenschaftlicher Positionen im Diskurs

Teil 1 – zum Inhaltsverzeichnis der Artikelserie: Realität vs. Fiktion

(c) schumachergirl1956 @ flickr.com

Last Action Hero, Terminator, Total Recall - alles gespielt von einer menschlichen Person. Was ist an Filmen Realität, was Fiktion?

Zwischen Wahrheit und Glaubwürdigkeit gibt es eine unüberwindbare Schneise. Manche wissen es, andere sind sich ziemlich sicher, Dritte bleiben Zweifler: Es gibt eine objektive Wahrheit. Woher die Gewissheit? Wir berufen uns auf Fakten, von deren Wahrheitsgehalt wir überzeugt sind.

  • Wahrheit, Objektivität, Fakten?
  • Glaubwürdigkeit, Gewissheit, Überzeugung?

Der Mensch ist ein Subjekt, das nur durch seine Sinne mit dem „Rest“ der Welt verbunden ist. Etwas ist wahr, ist nicht wahr – sicher wissen wir das nur, wenn wir Sachverhalten guten Gewissens vertrauen können, aber auch dann haben wir nur die Gewissheit. Gut für uns, wenn sich unsere Überzeugungen mit der Realität decken. Ganz sicher wissen wir es aber nie, wir können Dinge höchstens für wahr halten. Genauso nennen wir diese subjektiv eingeschätzte Gültigkeit eines Urteils auch: es ist ein Fürwahrhalten.

Das Subjekt Mensch beruft sich also auf Dinge, von denen es mit Sicherheit davon ausgeht, dass sie objektiv wahr sind. Diese objektive Wahrheit ist für uns aber nur über Informationen, welche wir über unsere Sinne wahrgenommen haben, ersichtlich. Gewissheit ist also nur die höchste Stufe der Überzeugung, dass etwas ist. Diese kann sich mit der objektiven Wahrheit decken, wenn wir alle Sinnesinformationen korrekt zusammengefügt und interpretiert haben.

Die Wahrheit p bleibt da draußen, die Überzeugung, dass p ist die höchste Qualität, die wir von der anzunehmenden Wahrheit erhalten können.

Was soll das nun? "Wahrheit und Glaubwürdigkeit in der Welt – Vereinigung philosophischer und rhetorikwissenschaftlicher Positionen im Diskurs" weiterlesen

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Realität vs. Fiktion – Wie viel Macht die Medien haben und wie sehr die Argumentationstheorie Recht hat

Der Realismus vertritt die Auffassung, dass ein literarisches Werk die Welt wiederzugeben habe. Dies geschieht durch "mimetische Darstellungen" (Imitation). Aber sind alle literarischen und filmischen Werke gleich untrügliche Spiegel der Realität? Damit ich mit einem Stift die Welt detailgetreu wiedergeben kann, muss ich mich doch sehr anstrengen.

Kameraaufnahmen müssten das Gebot der Realisten unproblematischer erfüllen, könnte man meinen. Aber welche Episode von der "Nanny" mit Fran Drescher gibt die Realität schon 1:1 wieder – und erzählt uns dabei doch irgendwo ein kleines Stück über lebensweltlich relevante Moral… oder andere reale Dinge?

"Die Medien, Filme und Computerspiele, machen gewalttätig!!!", versuchten uns Politiker in den letzten Jahren weiszumachen. Und Deutschland hat in Europa eine in dieser Form wohl einmalige Einrichtung für die Indizierung von Medien, die BPjM (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien), die praktisch nicht nur die Jugend vor bedenklichem Material schützt.

Welche Filme verboten werden, und vor allem weshalb, ist für den Ottonormalverbraucher, der nur den deutschen Markt kennt, kaum festzustellen, denn wenn die BPjM die Verbreitung im Vorfeld verboten hat, werden die Filme für den deutschen Markt erst gar nicht aufbereitet.

Müssen wir so viel Angst vor der "Realität" haben, die uns filmische und literarische Fiktionen präsentieren? "Realität vs. Fiktion – Wie viel Macht die Medien haben und wie sehr die Argumentationstheorie Recht hat" weiterlesen

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Hollywood: Ohne Geld keine Filmkunst – DieAussenseiter und Marc Vorlander im Vergleich

Das Internet und seine freien Publikationsmöglichkeiten haben vielen Menschen mit künstlerischen Ambitionen die Möglichkeit eröffnet, ihre Arbeit einem großen Publikum vorzuführen. Die Menschen haben verschiedene Strategien entwickelt, um im Internet Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ob das Marketing online oder offline stattfindet, die Ressourcen Zeit, Geld und Mühe kostet es immer.

Auf der einen Seite DieAussenseiter: Sie betreiben den erfolgreichsten deutschen Kanal auf YouTube. Sie produzieren schrille Videos, lassen ihre enge Fangemeinde über Aktionen mitbestimmen und produzieren auf dem separaten Kanal DieseSchuleRockt ernstere Videos und Filme, teils wohl mit künstlerischem Anspruch. Außerdem betreiben die Macher, die Cousins Alexander und Dimitri Koslowski, einen Shop mit Fanartikeln. Begonnen hat alles mit dem Kanal KB-Show. Aus der Werbung und dem Shop erzielen die „Brüder“, wie sie sich nennen, Einnahmen in unbekannter Höhe.

Auf der anderen Seite Marc Vorlander. Aktuell verhilft Torsten „Wortvogel“ Dewi dem selbsternannten Regisseur und Künstler zu erhöhten Klickraten. Dieser Mann hat durch stille Post und Mundpropaganda im Internet viel Aufmerksamkeit auf sein Projekt gelenkt, den zweiten Teil zu Paul Verhoevens Showgirls zu fabrizieren. Den offiziellen, den inoffiziellen? Das blieb lange ungeklärt. Mit welchem Budget? „25 Millionen“, schrieb die BILD, alles nachzulesen beim Wortvogel.

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